Dadaisten und Afrika

Dada wird 100 Jahren alt. Dieses Jubiläum hat die Berlinische Galerie zum Anlass genommen, erstmals die dadaistische Rezeption außereuropäischer Kunst anhand der Ausstellung „DADA Afrika. Dialog mit dem Fremden“ zu beleuchten.

Rund 120 Werke aus nationalen und internationalen Sammlungen werden in fünf Sektionen präsentiert. Dadaistische Arbeiten treten in unmittelbaren Dialog mit afrikanischen, asiatischen, amerikanischen und ozeanischen Artefakten. Die Schau zeigt, wie sehr sich die Dadaisten auf außereuropäische Kunst bezogen, um neue ästhetische Wege zu beschreiten und einen „neuen Blick“ auf das Anderer zu eröffnen. Die Ausstellung ist als musealer Beitrag zu den aktuellen Diskussionen über den Umgang mit fremden Kulturen zu verstehen.

Für zwei Monate stellt die Berlinische Galerie Kindern, Jugendlichen und Familien einen Ausstellungsraum für die künstlerische, kritische und gegenwartsbezogene Auseinandersetzung mit dieser Ausstellung unter „Dada ist hier!“ zur Verfügung.

Dadaismus oder Dada war eine künstlerische Bewegung, die 1916 als Reaktion auf den Ersten Weltkrieg gegründet wurde und sich durch Ablehnung „konventioneller“ Kunst bzw. Kunstformen und bürgerlicher Ideale auszeichnete. Künstlerische Ausdrucksformen hatten radikal anders zu werden. Vom Dada-Aufstand gingen erhebliche Impulse auf die Kunst der Moderne bis hin zur heutigen Zeitgenössischen Kunst aus.

Die Ausstellung wird von der LOTTO-Stiftung mit 249.000 Euro unterstützt und kann vom 5. August bis 7. November 2016 in der Berlinischen Galerie Museum für moderne Kunst besichtigt werden.

Ausstellungsansicht "Dada Afrika. Dialog mit dem Fremden", Berlinische Galerie, 2016
© Foto: Ralf Herzig

Stand 3.8.2016