Käthe Kollwitz und ihre Freunde

Das Bild von Käthe Kollwitz, einer der bedeutendsten deutschen Künstlerinnen des 20. Jahrhunderts, präzisiert sich tiefer, wenn man ihren Umgang mit Kollegen, Freunden und Bekannten erforscht.

Wieviel Nähe suchte sie zum Akademiepräsidenten Max Liebermann, zum Dichterfürsten Gerhart Hauptmann? Was erlebte sie mit der Studienfreundin Marianne Fiedler? Was beschäftigte die Freunde Otto Nagel, Heinrich Zille und Käthe Kollwitz? Was vertraute sie dem Kunstkritiker Julius Elias an? Wie begegnete sie dem berühmten Albert Einstein? Was fesselte sie an der Reformpädagogik von Fritz Klatt? Welche ihrer Werke begeisterten den Sammler Julius Freund? Wie versuchte ihr Hermann F. Reemtsma nach 1938 zu helfen und welche Unterstützung konnte sie dem jungen Künstler Reinhard Schmidhagen geben?

Die Sonderausstellung anlässlich des 150. Geburtstages von Käthe Kollwitz am 8. Juli spürt solchen beispielhaft ausgewählten Freundschaften nach und lässt Kunstwerke, Briefe, Fotos und Dokumente eigene Geschichten erzählen. Die Malerin und Bildhauerin, die immer wieder vor dem Krieg und sozialer Ungerechtigkeit warnte, war eine fleißige Briefschreiberin.

Die Berliner LOTTO-Stiftung hat als Zuschuss 127.600 Euro zur Verfügung gestellt. Die Ausstellung kann vom 26. Juni bis 15. Oktober 2017 im Käthe-Kollwitz-Museum Berlin besichtigt werden.

Bildnachweis: Fotoporträt Käthe Kollwitz mit persönlicher Widmung an R. Schmidhagen, Juli 1942
© Kunstmuseum Bochum, Nachlass Schmidhagen

Stand: 31.07.2017