And Berlin Will Always Need You

Kunst, Handwerk und Konzept Made in Berlin ist eine zeitgenössische Gruppenausstellung, die Berliner Künstler*innen und ihre künstlerische Praxis vorstellt und im Gropius Bau erkundet werden kann.

Ausgangspunkt der Ausstellung ist die Geschichte des Gropius Bau, der einst als Kunstgewerbemuseum und Lehrinstitution diente. Bestehende und eigens für die Ausstellung entstandene Werke wurden zusammengestellt, um traditionelle Produktionsmethoden, Ästhetik und Materialität sowie historische Artefakte und Gegenstände zu beleuchten.


Als Dorothy Iannone ihrer Freundin Mary Harding 1977 ein Lied widmete, besang sie auch ihre emotionalen Reaktionen auf Berlin – der Stadt, in die die Künstlerin ein Jahr zuvor im Rahmen des DAAD Künstlerprogramms gezogen war und in der sie bis heute lebt. Ihre Gesangszeile „And Berlin will always need you“ dient als Titel der Ausstellung.


Die Ausstellung thematisiert zentrale Aspekte künstlerischen Schaffens wie Urheberschaft, Arbeitsprozesse, Interpretation, Souveränität und Machtstrukturen. Diese vielfältigen Facetten werden in Bezug auf Berlins dynamische zeitgenössische Kunstszene ausgelotet. Im Lichthof des Gropius Bau wird als Teil der Ausstellung eine auf diesen besonderen Ort eingehende Installation von Chiharu Shiota zu sehen sein, die international für ihre komplexen Werke aus verwobenen Garnnetzen bekannt ist. Chiharu Shiota kreiert ein komplexes Gewebe aus unzähligen weißen Fäden, in das einzelne Seiten und historische Ansichten des Gropius Bau eingearbeitet sind. Die wie eine große Wolke anmutende Installation nimmt Bezug auf die Kunstbibliothek, die ehemals im Gropius Bau ansässig war.


Die Ausstellung wird von der LOTTO-Stiftung mit 300.000 Euro unterstützt und kann vom 22. März bis 16. Juni 2019 im Gropius Bau besichtigt werden.


Bildnachweis: Chiharu Shiota, "Beyond Time", 2018; Yorkshire Sculpture Park, Wakefield, UK;
Foto: ©Jonty Wilde
Stand 19.02.2019