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Diskriminierung ist – auch in Berlin – Teil des schulischen Alltags und stellt mittlerweile ein ernstzunehmendes Problem dar.

Darauf reagiert das Modellprojekt „Anlaufstelle Diskriminierungsschutz an Schulen“ (ADAS), das der Verein LIFE e.V. in Abstimmung mit der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft / Schulaufsicht Neukölln, dem Bezirksamt Neukölln sowie der Landesstelle für Gleichbehandlung – gegen Diskriminierung (LADS) des Berliner Senats derzeit umsetzt.

Ziel des Projekts ist es, einen wirksamen Diskriminierungsschutz an Schulen zu verankern. Hierfür erprobt das Projekt eine berlinweite unabhängige Anlauf- und Beratungsstelle, die ab Juni 2016 Schüler*innen, Eltern, Lehrkräften und allen Schulbeschäftigten im Fall von Diskriminierung Beratung und Unterstützung bietet. Dabei berät ADAS Personen, die aufgrund ihrer ethnischen oder kulturellen Herkunft, Sprache, Hautfarbe, Religion oder Weltanschauung, ihres Geschlechts, ihrer sexuellen Identität oder Orientierung, ihrer Behinderung, ihres Alters oder ihres sozialen Hintergrundes Benachteiligungen in der Schule erlebt haben. Dies ermöglicht es erstmalig, Erkenntnisse und aussagekräftige Daten zu Diskriminierung an Berliner Schulen zu gewinnen. Gleichzeitig wird exemplarisch in Neukölln im Rahmen eines Clearingverfahrens ein schulinternes Beschwerdemanagement für Diskriminierung entwickelt.

Die Ergebnisse der Erprobung der Anlaufstelle sowie das schulinterne Beschwerdeverfahren werden – verbunden mit Handlungsempfehlungen für die Ausgestaltung eines schulischen Beschwerdemanagements zum verbesserten Diskriminierungsschutz – landesweit verbreitet. Das Projekt läuft über 36 Monate bis April 2018.

Die LOTTO-Stiftung Berlin unterstützt den Verein LIFE – Bildung Umwelt Chancengleichheit e. V. bei der Durchführung dieses Projekt mit 500.000 Euro.

Bildnachweis: © LIFE e.V.

Stand 26.5.2016