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"Der Gott des Gemetzels" erstmals in Gebärdensprache im Heimathafen Neukölln

9. Juni 2026

Vom 12. bis 14. Juni 2026 präsentiert DIE VISIONÄRE e.V. im Heimathafen Neukölln die preisgekrönte Gesellschaftssatire „Der Gott des Gemetzels“ von Yasmina Reza in einer besonderen Inszenierung: Das Stück wird vollständig in Deutscher Gebärdensprache aufgeführt und simultan in Lautsprache übersetzt – eine inklusive Theateraufführung.

Im Mittelpunkt stehen zwei Elternpaare, die einen Streit zwischen ihren Kindern klären wollen. Was als sachliches Gespräch beginnt, entwickelt sich schnell zu einem emotionalen Schlagabtausch. Vorwürfe, wechselnde Allianzen und eskalierende Konflikte legen die Brüchigkeit gesellschaftlicher Fassaden offen. Mit schwarzem Humor zeigt das Stück, wie schnell zivilisiertes Verhalten an seine Grenzen geraten kann.

Die Inszenierung verbindet Theaterkunst mit barrierefreier Kommunikation und richtet sich gleichermaßen an gehörlose und hörende Zuschauerinnen und Zuschauer. Auf der Bühne stehen Jan Sell, Sophia Mushold, Tabea Lehrner und Thomas Zander, die ihre langjährige Bühnenerfahrung in das Projekt einbringen. Regie führt Ute Sybille Schmitz, die mit Deutscher Gebärdensprache und Lautsprache aufgewachsen ist.

Ziel der Produktion ist es, kulturelle Teilhabe zu fördern und Theater in beiden Sprachen erlebbar zu machen. Die LOTTO-Stiftung Berlin ermöglicht das Projekt mit einem Zuschuss von 166.000 Euro.

Bildnachweis: Gruppenfoto
© Reik Schubert

Stand 09.06.2026