Bücher in Punktschrift und in Schwarzschrift am Beispiel von Büchern aus der Reihe Harry Potter

Modernisierung und barrierefrei Gestaltung

25. August 2026

Das Deutsche Blindenmuseum in Berlin-Steglitz wird umfassend modernisiert und für einen barrierefreien Museumsbesuch neugestaltet. Ziel ist es, den Zugang zum Museum und zu seinen Inhalten für alle Besuchenden zu verbessern und die denkmalgeschützte Bausubstanz dabei angemessen zu berücksichtigen.

Die bisher im zweiten Obergeschoss liegenden Ausstellungsräume werden künftig im Erdgeschoss konzentriert. Dadurch kann der Museums- und Publikumsbereich vollständig barrierefrei und schwellenlos strukturiert werden. Ein neuer Zugang mit Hublift an der Straßenseite ermöglicht einen barrierefreien Zutritt. Die Räume im zweiten Obergeschoss werden zukünftig unter anderem für Depot, Archiv, Bibliothek und Veraltung genutzt. Ein Kellerraum wurde bereits für die Depotnutzung hergerichtet.

Auch die Ausstellung erhält ein neues Konzept. Eine offene Raumfolge ohne Türen und Schwellen erleichtert die Orientierung und Bewegungsfreiheit. Die Exponate werden so präsentiert, dass sie auch für Rollstuhlfahrende gut einsehbar sind. Ausstellungstexte werden nach dem Zwei-Sinne-Prinzip vermittelt, unter anderem durch Brailleschrift, tastbare Exponat-Nachbildungen sowie gut lesbare und verständliche formulierte Texte. Eine barrierefreie Ausstellungs-Website ergänzt das Angebot.

Das 1891 gegründete Spezialmuseum bewahrt eine bedeutende Sammlung zur Geschichte der Blindenbildung und der Hilfsmittel für blinde Menschen. Die Modernisierung schafft die Voraussetzungen dafür, dies Bestände künftig zeitgemäß, zugänglich und nachhaltig zu präsentieren.

Die LOTTO-Stiftung Berlin unterstützt den Umbau und Modernisierung mit einem Zuschuss von 153.300 Euro.

Bildnachweis: Bücher in Punktschrift und in Schwarzschrift am Beispiel von Büchern aus der Reihe Harry Potter
© Lutz Henschel

Stand 25.08.2026