Wo ich wohne. 80 Jahre Haus am Waldsee
„Wo ich wohne“ ist eine internationale Gruppenausstellung, die anlässlich des 80. Jubiläums des Haus am Waldsee – eine der ältesten Institutionen für zeitgenössische Kunst in Berlin – stattfindet. Das Gebäude wurde 1922 als Wohnhaus erbaut und wird seit 1946 als Ausstellungsraum genutzt. Die Ausstellung blickt anhand des Gebäudes, seiner ehemaligen Bewohner*innen und der eigenen Ausstellungschronik auf die Geschichte und die historischen Verflechtungen dieses Ortes zurück.
Entlang einer raumgreifenden Arbeit des Künstlers Richard Venlet bringt „Wo ich wohne“ historische ebenso wie neue künstlerische Arbeiten von Nigin Beck, Rhea Dillon, Robert Haas, Hannah Höch, Patrick Jolly & Reynold Reynolds, Alexandre Khondji, Atiéna R. Kilfa, Henry Koerner, Yoora Park, Oskar Schlemmer, Renée Sintenis, Ian Waelder und Frau von Zinowiew zusammen. Manche der gezeigten Werke waren schon in den frühen Jahren der Institution hier zu sehen und kehren nun nach Jahrzehnten zurück. Andere wiederum spüren den Brüchen und Kontinuitäten nach, die dem Haus bis heute eingeschrieben sind. Spuren und Zitate aus der Nutzung des Hauses als Ausstellungs- wie als Wohnort beschwören fragmentarisch vergangene Atmosphären herauf.
Begleitend wird während des Jubiläumsjahres im Café, der ehemaligen Garage der Villa, die Ausstellungsreihe „Seit…“ auf einer von der georgischen Kuratorin und Archivarin Nina Akhvlediani entworfenen Display-Architektur präsentiert. In drei Kapiteln setzen sich die Künstler*innen Luciano Pecoits, Veit Laurent Kurz und Sophie Koval mit verschiedenen Aspekten des Hauses und seiner Geschichte auseinander.
2025 befragte eine fünftägige Summer School historische Narrative um das Haus und die Institution kritisch.
Das Projekt wird von der LOTTO Stiftung Berlin durch 100.000 Euro mitfinanziert.
Bildnachweis: Installationsansicht Wo ich wohne, Haus am Waldsee, 2026
© Frank Sperling
Stand 25.06.2026